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Max Perutz PhD Fellowships vergeben

Júlia Garcia Baucells (l) und Paulina Kettel (r), (c) Sándor Fülöp/Max Perutz Labs
Die Max Perutz Labs zeichnen die ehrgeizigsten und innovativsten PhD-Projekte am Institut mit den Max Perutz PhD Fellowships aus. Die diesjährigen Gewinnerinnen sind Júlia Garcia Baucells (Dammermann Lab) und Paulina Kettel (Karagöz Lab). In ihren jeweiligen Projekten werden die Materialeigenschaften von Zentrosomen und die zelluläre Reaktion auf fehlerhaft gefaltete Proteine untersucht.

Zentrosomen sind Organellen, die das Mikrotubuli-Zytoskelett organisieren und bei der Trennung der Chromosomen während der Zellteilung helfen. "Zentrosomen sind aus molekularer Sicht umfassend untersucht worden, aber wir wissen nicht viel über ihre materiellen Eigenschaften, wie Viskosität, Elastizität oder Steifigkeit", sagt Júlia Garcia Baucells. "Wir glauben jedoch, dass sich diese Eigenschaften auf die Chromosomentrennung auswirken können und dass die in Krebszellen beobachteten Anomalien des Zentrosoms auf beeinträchtigte Materialeigenschaften zurückzuführen sein könnten". Júlia wird die Rasterkraftmikroskopie und die Brillouin-Mikroskopie einsetzen, um die Materialeigenschaften von Zentrosomen zu charakterisieren und die Folgen ihrer Störung zu verstehen. Júlia kommt ursprünglich aus Spanien und hat in Tarragona Biochemie und Molekularbiologie studiert. Sie ging später nach Dresden und machte ihre Masterarbeit im Labor des Biophysikers Stephan Grill. Im August 2021 wechselte sie in das Labor von Alexander Dammermann.

 

Das endoplasmatische Retikulum (ER) ist für die Synthese, die Faltung, den Transport und die Sekretion eines großen Repertoires an zellulären und extrazellulären Proteinen unerlässlich. Die Anhäufung falsch gefalteter Proteine im ER-Lumen, die als ER-Stress bezeichnet wird, ist für die Zelle potenziell gefährlich. Die Unfolded Protein Response (UPR) erkennt diese fehlgefalteten Proteine und steuert Transkriptionsprogramme, die die Homöostase im ER wiederherstellen. Der am meisten konservierte UPR-Rezeptor ist das Transmembranprotein IRE1. "Man vermutet, dass die Lipidzusammensetzung der ER-Membran eine wichtige Rolle bei der UPR-Aktivierung spielt", sagt Paulina Kettel. "In meinem Projekt werde ich herausfinden, wie sich die Lipidzusammensetzung des ER bei ER-Stress verändert und wie diese Veränderungen die UPR-Aktivität beeinflussen". Die gebürtige Deutsche Paulina Kettel studierte Biochemie in Frankfurt, wo sie Erfahrungen mit biochemischen Rekonstitutionssystemen sammelte. Neben ihrer Masterarbeit im Labor von Ivan Dikic absolvierte sie ein Praktikum an der UC Berkeley (USA). Paulina arbeitet seit November 2021 im Labor von Elif Karagöz.